3 Tipps, die deine Belohnungen verbessern

11. September 2017

Wer kennt es nicht? Du rufst deinen Hund, er kommt, du bietest ihm einen Keks aus deiner Hand an und er spuckt ihn aus. Du belohnst, belohnst, belohnst aber das scheint keinen Einfluss auf das Verhalten deines Hundes zu haben.

Du bekommst was du belohnst! Soviel ist sicher. Aber wann wird denn deine Belohnung wirklich belohnend? Ich habe hier 3 Tipps für dich worauf du beim Belohnen achten solltest.


1. Deine Belohnung sollte ein aktuelles Bedürfnis befriedigen

Deine Belohnung wird verstärkend wenn sie ein aktuelles Bedürfnis deines Hundes befriedigt. Spuckt dein Hund den Keks aus, war dieser Keks anscheinend keines seiner Bedürfnisse 😉 Nur weil du denkst du hast belohnt heißt es nicht, dass dein Hund das genauso sieht.

Beispiel: Dein Hund sieht andere Hunde und möchte spielen. Du fragst ein Sitz ab und möchtest mit einem kleinen trockenen Keks belohnen. Dein Hund möchte aber nicht essen sondern spielen. Belohnung verfehlt.

Besser könntest du es machen indem du mit einem Spiel belohnst oder versucht den Keks wenigstens zu werfen. Selbst eine höhere Qualität des Futters kann hier schon helfen.

Dein Hund hat deutlich mehr Bedürfnisse als immer nur zu essen. All diese Dinge kannst du als Belohnung einsetzen.  Häufige Bedürfnisse sind schnüffeln, rennen, baden, buddeln, stöbern,... Du siehst die Liste kann lang werden und das sollte sie auch. Je besser du die Bedürfnisse deines Hundes kennst und sie im Training nutzt, desto öfter wird dein Hund das gewünschte Verhalten zeigen. Bedürfnisgerechte Belohnungen können zum regelrechten Booster im Training werden.

Übrigens...unser lieb gemeintes tätscheln des Hundes vorzugsweise auf seinem Kopf ist für die wenigsten Hunde tatsächlich belohnend. Beobachte deinen Hund genau dabei. Schau nach ob er Meideverhalten zeigt oder sich freudig in deine Hand drückt. Ich kenne nur einen einzigen Hund der das macht. Alle anderen zeigen Meideverhalten. Selbst wenn nach dem Tätscheln eine Belohnung folgt hast du dir deine Belohnung abgewertet. Denn dein Hund weiß, erst tätscheln (unangenehm) und dann vielleicht eine Belohnung (dadurch gar nicht mehr so angenehm).

2. Werde kreativ, Langeweile fetzt nicht

IMMER DER LANGWEILIGE KEKS AUS DER HAND. Kein Wunder, dass dein Hund andere Dinge spannender findet oder? Es ist an der Zeit kreativ zu werden. Abgesehen vom bedürfnisorientierten Belohnen kannst du selbst mit Futter eine ganze Menge anstellen. Es gibt ganz sicher mehr als 100 Arten wie man mit Futter belohnen kann. Wenn du wenigstens 10 verschiedene nutzt wird sich dein Training bereits um einiges verbessern. Es wird für deinen Hund spannender, also macht er besser mit. 

TIPP:  Dir fehlen die Ideen und du brauchst neuen Input? Dann nimm Teil an der Challenge, 5 neue Futterbelohnungen in 5 Tagen.

3. Sei nicht so launisch

Heute bist du hoch motiviert und voller Energie deinen Hund kreativ und abwechslungsreich zu belohnen? Morgen hast du vielleicht einen schlechten Tag und dein Hund bekommt es zu spüren? Kein Wunder, dass er deine Signale nicht zuverlässig zeigen möchte. Viel zu oft müssen unsere Hunde unsere Launen des Alltags ertragen. Das ist auch normal, jedoch sollte sich das ganze in Grenzen halten. Dein Hund sollte eine möglichst sichere Erwartungshaltung mit dem von dir trainierten Verhalten aufbauen können. Das geht nur, wenn du möglichst immer gleich trainierst. Mal Hü mal Hopp wird keine sichere Erwartungshaltung schaffen. Also kommst du so auch nicht zu einem sicheren Verhalten.

Am besten machst du dir vorher einen Plan welches Verhalten du trainieren möchtest und welche Belohnungen du dafür verwenden magst. Und dann geht's ran an den Speck. Plan durchtrainieren, immer nett bleiben und ein zuverlässiges Verhalten ernten.

Und was machst du nun wenn du einen schlechten Tag hattest? Dann nutze Management!

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    Rückruf - Schleppleine dran
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    Begegnungstraining - Begegnungen meiden
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    Jagdverhalten - in wildarmer Umgebung spazieren
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    Entspannungstraining - in reizarmer Umgebung spazieren
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    Leinenführigkeit - an langer Leine in reizarmer Umgebung spazieren, ohne Leine

Für jede Situation gibt es eine Managementlösung. Bist du schlecht drauf wird dein Training schlecht. Hier ist es durchaus eine gute Idee auf Management zurückzugreifen. Und am nächsten Tag kannst du mit deinem Training und besserer Laune weiter machen.


Na wie siehts aus? Langweilst du noch oder belohnst du schon? Lass es mich in den Kommentaren wissen 😉